Muss ich an der Weihnachtsfeier teilnehmen?

Donnerstag, 07.12.2017

Eine Weihnachtsfeier ist ein Vergnügen und so sieht es auch das Gesetz: Wer keine Lust darauf hat, mit Chefs und Kollegen zu feiern, kann nicht dazu gezwungen werden. Das gilt innerhalb und außerhalb der Arbeitszeit.

Selbst bei einer Anordnung von Überstunden hätte der Chef keine Chance, seine Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier zu nötigen. Diese Weisungsbefugnis setzt nämlich einen triftigen Grund voraus, der in reiner Feierlust nicht gegeben ist.

Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit

Weigert sich ein Arbeitnehmer während der Arbeitszeit an der Weihnachtsfeier teilzunehmen, muss er weiter seiner Tätigkeit nachgehen. Das gilt auch dann, wenn für die Feierstunden eine Freistellung besteht. Schließlich wurde diese ausgesprochen, um das Feiern möglich zu machen. Wer sich verweigert, kommt auch nicht in den Genuss des Vorzugs.

Weihnachtsfeier nach der Arbeitszeit

Weit üblicher ist es, nach der Arbeitszeit im festlichen Rahmen zusammenzukommen – und die meisten Mitarbeiter wissen das ja auch zu schätzen. Da es sich hier aber um Freizeit handelt, hat der Chef kein Mitspracherecht. Die Situation ist also eindeutig: Wer kommt kommt, wer nicht will, geht seinen eigenen Vergnügungen nach.   

Teufel Alkohol

Unabhängig davon, ob innerhalb oder außerhalb der Arbeitszeit gefeiert wird: Der Anlass ist kein Freibrief, seine privaten Ansichten in die Welt zu schleudern oder gar handgreiflich zu werden. Wer den Chef oder Kollegen mit unpassenden Begriffen tituliert (Du A…), muss im schlimmsten Fall mit einer Kündigung rechnen. Auch Alkohol ist in diesem Fall keine Entschuldigung, zumal der übermäßige Genuss von Glühwein und Co. zu den Tabus zählt.

Weihnachtsfeier

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