Ihre Rechte als Käufer in einem Online-Shop

Montag, 18.12.2017

Online-Käufer sind in Deutschland ausgezeichnet abgesichert. Sie haben per Gesetz ein 14-tägiges Widerrufsrecht, dessen Laufzeit mit dem Erhalt der Ware beginnt. Der Händler kann diesen Zeitrahmen noch ausdehnen, einschränken aber nicht. Hier weitere Details zu Ihren Rechten als Käufer. 

Möchten Sie als Käufer die erhaltene Ware zurückgeben, müssen Sie dem Händler dieses Ansinnen schriftlich mitteilen. Dafür genügt zum Beispiel eine formlose E-Mail. Die Händler sind seit Mitte 2014 aber auch dazu verpflichtet, ein Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen, das Sie ausdrucken und mit der Post senden oder gleich online einreichen können.

Wann kann ich als Käufer von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen?

Der Widerruf einer Bestellung muss vom Käufer nicht begründet werden. Sie sind also völlig frei in Ihrer Entscheidung. Eine Ausnahme besteht für Gesundheits- und Hygieneartikel sowie CDs und DVDs, deren Versieglung geöffnet wurde. Ebenfalls ohne Widerrufsrecht ist die Bestellung verderblicher Ware, personalisierter Produkte und aktueller Presseerzeugnisse ohne Abonnement.

Entspricht das erhaltene Produkt nicht der Beschreibung, besteht immer ein Recht auf Nachbesserung. Gelingt dies nicht, kann der Kauf rückgängig gemacht werden.

Was passiert, wenn später Mängel am Produkt auftreten?

Unterschieden wird zwischen Gewährleistung und Garantie. Die Garantie gibt der Hersteller und kann dabei frei über den Zeitraum entscheiden. Die 2-jährige Gewährleistung ist Pflicht. In dieser Zeit hat der Käufer ein Recht darauf, dass der Mangel beseitigt oder der Kaufvertrag rückabgewickelt wird. Ansprechpartner ist immer der Händler. Der Kunde muss sich also nicht mit dem Hersteller selbst auseinandersetzen.

Innerhalb der Gewährleistungsfrist kommt es allerdings nach sechs Monaten zu einer Umkehrung der Beweislast, was im Streitfall und bei mangelnder Kulanz oft entscheidend ist.  Im ersten halben Jahr nach dem Kauf wird bei einem Mangel davon ausgegangen, dass der Fehler beim Hersteller liegt. Sollte dies nicht stimmen, muss der Hersteller das nachweisen. In der Zeit danach wird als wahrscheinlich erachtet, dass der Fehler erst durch die Nutzung entstanden ist. Daher muss der Käufer nachweisen, dass der Fehler beim Hersteller liegt.

Was wird ersetzt?

Sollte dem Hersteller/Händler eine Nachbesserung des mangelhaften Produkts nicht möglich sein, muss er den Zeitwert ersetzen. Die Nutzungsdauer wird also erstattungsmindernd berücksichtigt.

Bei der Rücksendung der Ware innerhalb der Widerrufsfrist wird der volle Rechnungsbetrag inklusive Versandkosten erstattet. Die Kosten für die Rücksendung muss der Käufer tragen, zumindest wenn er auf diesen Umstand zuvor vom Verkäufer hingewiesen wurde.    

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