Keine Gehaltserhöhung? Dann versuchen Sie es mit einem Fahrtkostenzuschuss

Dienstag, 07.11.2017

In vielen Fällen ist der Arbeitgeber zu finanziellen Zugeständnissen bereit, will jedoch keine Gehaltserhöhung gewähren. Steuerlich kann das sogar sinnvoll sein, und zwar für beide Seiten.

Gerade beim Thema Transport ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, vom Fahrtkostenzuschuss bis zum Dienstwagen. Hier finden Sie eine kurze Übersicht.

Barzuschuss (Fahrtkostenzuschuss)

Der Arbeitgeber kann Ihnen als freiwillige Leistung einen Barzuschuss zum Gehalt gewähren. Dieser wird pauschal mit 15 Prozent versteuert, Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an. Der Betrag wird auf der Lohnsteuerkarte ausgewiesen. Gedeckelt ist die Pauschalbesteuerung bei dem Betrag, den der Arbeitnehmer als Werbungskosten ansetzen könnte, wenn keine Pauschalversteuerung erfolgt wäre (Entfernungspauschale).

Ticket für öffentliche Verkehrsmittel

Es gelten ähnliche Regelungen wie beim Barzuschuss: Pauschalversteuerung von 15 Prozent und separater Eintrag auf der Lohsteuerkarte. Bleiben die Kosten für das Jobticket unter 44 Euro brutto im Monat, ist auch eine Abrechnung als steuerfreier Sachbezug möglich.

Hinweis: Eine Jahreskarte ist beim Sachbezugs-Modell nicht sinnvoll, da der gesamte Geldwert sofort verbucht wird und versteuert werden müsste.

Tankgutscheine

Bei Tankgutscheinen bis 44 Euro pro Monat ist ebenfalls ein steuerfreier Sachbezug möglich, sofern das Geld zweckgebunden ist. Der übliche Weg ist die Abrechnung über eine Tankkarte, aber auch die Bar-Auslage durch den Arbeitnehmer und spätere Abrechnung ist möglich.

Dienstwagen

Der Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann, wird steuerlich entweder über die tatsächlichen Aufwendungen oder über die 1%-Regelung versteuert. Die (eher unübliche) Abrechnung nach Aufwand setzt ein Fahrtenbuch voraus. Alle Belege müssen gesammelt werden.

Bei der 1%-Regelung wird ein Prozent des Bruttolistenpreises vom Fahrzeug mit dem Lohn versteuert. Hinzu kommt eine Versteuerung für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsort (0,03 Prozent des Listenpreises pro Entfernungskilometer).

Mann im Auto

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