Verbotene Liebe: Wenn Lehrer und Schüler ein Verhältnis haben

Dienstag, 08.09.2015 DOD

Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern kann eigenartige Formen annehmen. Aber wenn aus dem neutralen Verhältnis eine private Beziehung wird, ist das strafbar. Die einen werden nur suspendiert, andere kommen dagegen hinter Gitter. Und das können dann auch schon mal 22 Jahre  werden, wie ein Blick ins Ausland zeigt…

Die Affäre flog auf in einem Skilager. Die 30-jährige Schweizer Lehrerin hatte ein Verhältnis mit einem 17-jährigen Schüler - und das schon seit einigen Wochen. Eine Kollegin erwischte die beiden schließlich im Skilager „in flagranti“. Daraufhin wurde die sonst bei Schülern und Kollegen sehr beliebte Pädagogin vom Dienst suspendiert. Von einer Anzeige gegen die Lehrerin sah die Schule jedoch ab, weil es einvernehmlich zu den sexuellen Handlungen gekommen war.

Auf die Anzeige folgen Ermittlungen

Doch so ganz ungeschoren kommt auch in der  Schweiz eine Lehrerin nicht davon. Zumindest nicht in diesem Fall. Denn gegen die Frau, die seit zwei Jahren mit dem mittlerweile volljährigen Ex-Schüler verheiratete ist, läuft nun ein Strafverfahren – jemand hatte sie angezeigt, nachdem der Fall öffentlich wurde. Wer die Anzeige eingereicht hat, weiß nur die Staatsanwaltschaft. Und die behält es auch für sich. Der Lehrerin droht nun neben ihrem Rauswurf aus der Schule auch eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe.

Schwanger vom Schüler

Noch schlechter weg kam eine Lehrerin aus Florida (USA). Auch sie ist 30 Jahre alt, auch sie hatte ein Verhältnis mit einem 17 Jahre alten Schüler. Von ihm wurde sie sogar schwanger, sie ließ das Kind jedoch abtreiben. Jetzt muss sie 22 Jahre ins Gefängnis. „Diese Gefängnisstrafe gibt ihr Zeit, darüber nachzudenken, was sie getan hat“, zitierte die Zeitung „Tampa Tribune“ aus der Urteilsbegründung des US-Gerichts.    

Mutter hatte hohe Strafe gefordert

Rausgekommen ist die Affäre durch eine Nachricht auf dem Handy eines Schülers. Dessen Mutter entdeckte die SMS. In den Texten ging es um Altersunterschiede und Liebesbeziehungen, da schöpfte die Mutter Verdacht. Sie stellte ihren Sohn zur Rede. Und der erzählte von der illegalen Affäre.

Es hätten auch 555 Jahre werden können...

Die Lehrerin hatte noch Glück im Unglück, denn insgesamt war sie in 37 Punkten angeklagt. Affären hatte sie nämlich gleich mit mehreren ihrer Schüler. Jede einzelne Straftat hätte 15 Haft bedeuten können, also insgesamt 555 Jahre. Letztlich wurde es aber dann doch „nur“ 22 Jahre…

Studenten auf Seminar

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