Til Schweiger nur wohl knapp einem Anschlag entkommen

Mittwoch, 26.08.2015 PK

Schauspieler Til Schweiger, der in den vergangenen Tagen bei jeder Gelegenheit sein Engagement für Flüchtlinge öffentlich gemacht hat, ist jetzt womöglich selbst nur knapp einem Anschlag entkommen. Zum Glück konnten Polizisten in Zivil aber Schlimmeres verhindern…

Beleidigende Beschimpfungen im Internet muss Til Schweiger schon länger ertragen. Doch nun folgte sogar ein physischer Angriff. Und das nicht zum ersten Mal: Bereits vor zwei Jahren  war Schweigers Haus im Hamburger Stadtteil Nienstedten Ziel eines Anschlags. Damals warfen unbekannte Täter Farbbeutel auf das Gebäude. Sie zündeten zudem den Pkw von Schweigers Freundin an. Die Polizei vermutet, damals habe es sich um eine Hass-Attacke gehandelt, weil Schweigers Kinofilm „Schutzengel“ sich kritisch mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auseinandersetzte.

Aus Hass zur Zielscheibe geworden

Wird der Schauspieler nun etwa erneut aus Hass zur Zielscheibe? Am vergangenen Wochenende entdeckten Polizisten in Zivil, dass sich jemand an Schweigers Haus zu schaffen machte. Die unmittelbar eingeleitete Nahbereichsfahndung mit zehn Streifenwagen und einem Hubschrauber führten aber nicht zur Festnahme des Täters. Auch Spürhunde konnten den Verdächtigen nicht finden. Später stellte sich allerdings heraus, dass jemand bereits die Stromkabel für die Außenbeleuchtung gekappt hatte.

Politische Motive offensichtlich

Die Polizei zieht politische Motive in Betracht. Denn der Schauspieler hatte erst kürzlich öffentlich angekündigt, er wolle selbst ein Heim für Asylsuchende einrichten. Ein Thema, das derzeit so stark polarisiert wie kein zweites. Und wie viele andere, die sich für Flüchtlinge einsetzen, wird auch Til Schweiger auf seiner Facebook-Seite mit Hass-Tiraden überschüttet. Wer hinter dem Anschlag steckt, kann die Polizei noch nicht sagen – jedenfalls hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen...

Til Schweiger

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