Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark...

Samstag, 27.12.2014 PK

...so heißt es in Herbert Grönemeyers bekanntem Song „Männer“. Doch offenbar hat er diese Zeilen etwas zu sehr verinnerlicht, denn wie sonst sollte man sich den schlagkräftigen Körpereinsatz erklären, den der Barde vor kurzem auf dem Flughafen Köln-Bonn zeigte.

Bei „youtube“ kann nun jeder Augenzeuge werden, wie Herbert Grönemeyer reagiert, wenn er richtig genervt ist: mit gefährlicher Körperverletzung (strafbar gemäß 224 StGB). Nichts anderes ist es nämlich, wenn man mit einem Gegenstand (hier: eine schwere Reisetasche) auf jemand anderen eindrischt. Und das hat Grönemeyer getan, weil ihn die Fotografen, denen der Angriff galt, angeblich bedrängt hatten.

Notwehr war das nicht!

Aber mit einer gerechtfertigten Notwehr muss uns der Musiker gar nicht erst kommen: Die Fotografen hatten ihn nämlich weder angegriffen noch bedrängt. Vielmehr war Grönemeyer hinter ihnen hergelaufen und hatte die Tasche aus einer Schleuderbewegung heraus gegen einen der Fotografen geschlagen. Na ja: Zum Glück ist keinem ernsthaft etwas passiert – auch das zeigt das kurze „youtube“-Video.

Immer mit dem Kopf durch die Wand

Aber wer weiß? Männer müssen ja angeblich „durch jede Wand, müssen immer weiter“, so heißt es zumindest im Grönemeyer-Song. Da könnte also auf dem Rechtsweg durchaus noch etwas auf uns zu kommen, wenn einem der Angegriffenen selbst zum Singen zumute ist.

Dabei kennt der Sänger den richtigen Weg

Wir haben einen zur Versöhnung anzubieten: „Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit“ – damit sollte sich doch wohl die Angelegenheit aus der Welt schaffen lassen…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Gefährliche Körperverletzung, 224 StGB

Paparazzi

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