Bild-Zeitung: Kachelmann gegen Schwarzer

Mittwoch, 01.10.2014 HH

Obwohl Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden war, beurteilte ihn Alice Schwarzer innerhalb ihrer Glosse der Zeitschrift „Emma“ weiterhin als schuldig. Das hat das OLG Köln ihr nun untersagt und auch keine Revision  zugelassen. Kachelmann wiederum zahlt es ihr auf seine eigene Art heim...

Es war schon sehr provokant gewesen: Ausgerechnet Deutschlands bekanntestes Zugpferd der Frauen-Emanzipation durfte ihren glasklaren Verstand und bösartigen Humor dafür nutzen, einem Millionenpublikum in der „Bild“-Zeitung jeden Morgen vom Kachelmann-Prozess zu berichten. Das Renommee des bekannten Wetter-Moderators hatte durch die Anklage so schon massive Einbußen hinnehmen müssen.

„Nur der Irre erkennt den Irren“

Dann geriet sie selbst in die Schlagzeilen mit einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung. Doch die resultierende Straflosigkeit dieser Selbstanzeige kam ins Wanken, weil sie wohl nicht im vollen Umfang alle Konten in der Schweiz gebeichtet hatte.

Jeder Pfeil im Köcher auf die Achillesferse

Und diesen Schwachpunkt nutzte nun Kachelmann. Mit einer gewissen Ironie und dem Seitenhieb auf Schwarzers Moral-Apostel-Dasein twitterte er fröhlich drauflos: „Ich habe 2010 gelernt, dass sich jeder Idiot Gerichtsberichterstatter nennen darf. Also auch ich! Für wen darf ich zum „Schwarzer“-Prozess?“.

Die ersten Angebote als Berichterstatter sollen Kachelmann jedenfalls bereits vorliegen.

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