Avocado-Diebstahl im großen Stil: 300.000 Euro sind futsch

Donnerstag, 03.08.2017

Als Dip, Brotaufstrich oder Salatbeilage – Avocados stehen derzeit hoch im Kurs. Das weckt Begehrlichkeiten, bei Gourmets und Gaunern. Aus Kalifornien wird nun der wohl größte Diebstahl von Avocados aller Zeiten gemeldet.   

Rund 300.000 Euro soll die Beute wert gewesen sein, die ein Diebes-Trio im US- Bundesstaat Kalifornien nach und nach in seinen Besitz gebracht hat. Da kann man so manche Schüssel Guacamole davon zubereiten, und für solche Zwecke hatten die Männer die Früchte auch auf den Markt gebracht. Dank Dumpingpreisen war der Verkauf hier zunächst gar kein Problem.

Mehr als nur Zufall

Das Pech der Tatverdächtigen war nur: Bei dieser Menge blieben die Billigverkäufe nicht lange unbemerkt. So wurde kurz recherchiert und das Ergebnis war: Alle drei Männer arbeiteten bei „Mission Produce“, einem der führenden Avocado-Produzenten weltweit. Zu viel des Zufalls, meinte da die Polizei und setzte dem Treiben ein Ende.

Diebstahl: wertvolles Diebesgut

Avocados, die trotz ihres hohen Fettgehalts als sehr gesund gelten, hatten in der Vergangenheit schon wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. So wurde 2016 aus Neuseeland von einer Diebstahlserie von Avocados direkt von den Bäumen berichtet. „Zeit Online“ dokumentierte damals Schilder im Schaufenster ängstlicher Händler, die darauf hinwiesen: "Über Nacht werden hier weder Bargeld noch Avocados aufbewahrt". Vorausgegangen war eine Preissteigerung auf fast vier Euro pro Frucht.

Alles öko?

Negative Nachrichten in Sachen Avocado kamen zuletzt auch aus Mexiko, Nr.1 unter den Anbaustaaten und Heimat des berühmten Guacamole-Dips. Umweltschützer berichten, jährlich würden bis zu 4.000 Hektar Wald vernichtet, nur um Platz für den Avocado-Anbau zu schaffen. Hinzu kämen Probleme durch den hohen Wasserverbrauch und den exzessiven Einsatz von Pestiziden.

Wie wäre es denn mal wieder mit Apfel, Apfelmus oder Apfel-Chutney?        

Frau mit Kind wählt Avocados aus

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