Lenßens Tipp: Partnervermittlungen dürfen eigentlich kein Geld verlangen!

Samstag, 02.05.2015 Ingo Lenßen

„Seit fünf Jahren schon bin ich Single. Mittlerweile  wünsche ich mir nichts sehnlicher, als endlich wieder eine feste Beziehung zu haben. Eine Freundin brachte mich nun auf die Idee, ich solle mich doch einfach bei einer Partnervermittlung im Internet anmelden. Darüber hätten sich schon einige Bekannte von ihr kennengelernt. Als ich dann aber die Preise für die Accounts auf den Portalen gesehen habe, ist mir die Lust vergangen. Dürfen diese Vermittlungen eigentlich so teuer sein?“

Nein! Genau genommen dürfen die Onlinevermittlungen gar nichts verlangen! Das hat einen ganz einfachen, historischen Hintergrund: Der „Heiratsvermittlungsparagraph“ - § 656 im BGB - ist schon sehr alt und wurde damals extra für Heiratsvermittlungen geschrieben. Eine solche war damals gesellschaftlich nämlich nicht sehr hoch angesehen. Deshalb sollte ein „Kuppler“ kein Geld für seine Dienstleistung verlangen dürfen. 

Online-Partnervermittlungsportalen sind die modernen Kuppler

Genau diese „Kuppler-Tätigkeit" wird heute jedoch von den Online-Partnervermittlungsportalen übernommen. Und die tun genau das, was im § 656 behandelt wurde: sie vermitteln Partnern für eine ernste und lebenslange Beziehung. Also dürfen die Vermittlungen eigentlich auch kein Geld verlangen…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

§ 656 BGB

Paar auf Sofa mit Laptop

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Lenßens Tipp: Partnervermittlungen dürfen kein Geld nehmen
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