Lenßens Tipp: Mein Vater verschwendet sein Geld...

Mittwoch, 02.12.2015 Ingo Lenßen

„Mein Vater leidet an Demenz, sein geistiger Zustand hat sich im letzten Jahr sehr verschlechtert. Er hat zwar ein wenig Geld, doch es ist bedenklich, wie er damit umgeht. So hat er vor kurzem Schmuck im Wert von 2000 Euro für seine Putzhilfe gekauft, und seiner Pflegerin hat er Weihnachtsgeld in Höhe von 800 Euro gegeben. Wer weiß, was er sonst noch so weggegeben hat. Wir haben jetzt Angst, dass durch seine Großzügigkeit sein Geld irgendwann zu Ende geht... Können wir irgendetwas tun? Er lässt überhaupt nicht mit sich reden.“

Im Zweifel können Sie eine Betreuung für Ihren Vater beantragen. Das bedeutet, er bekommt eine andere Person zugewiesen, die sich dann um sein Vermögen kümmert. Bevor das jedoch geschieht, muss zuerst natürlich ärztlich untersucht werden, ob das auch wirklich nötig ist. Schließlich ist das ein immenser Eingriff in die Freiheit Ihres Vaters!

Zum Thema Betreuer:

So ein Betreuer kann auch ein Familienangehöriger sein. Sie als Tochter oder Sohn könnten dann also seine Finanzen kontrollieren. Wenn sich allerdings aus dem näheren Umkreis niemand freiwillig meldet, dann wird es ein Berufsbetreuer übernehmen. Das ist dann oft ein Anwalt, der vom Gericht bestimmt wird.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

§ 1896 BGB

Älterer Mann am Fenster

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02.12.2015 07:05
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