Nasenbeinbruch – Bissiger Mann klagt wegen Polizeibrutalität

Mittwoch, 11.03.2015 BJ

Die Geschichte des angeblichen Opfers, welches sich bei dem Vorfall das Nasenbein gebrochen hatte, klingt nach massiver Polizeibrutalität. Dumm nur, dass der Beamte den Ablauf ganz anders in Erinnerung hatte: Dieser sagte nämlich aus, dass er von dem widerspenstigen Mann bei der Verhaftung brutal und völlig überraschend gebissen worden sei. Deshalb habe er das Gleichgewicht verloren und sei auf ihn gefallen. Durch den Aufprall habe sich der Mann den Kopf und die Schulter angeschlagen und sich das Nasenbein gebrochen. Getreten habe er ihn nicht ein einziges Mal.

Wer sagt die Wahrheit?

Das Gericht beauftragte darauf einen unabhängigen Gutachter, und das Ergebnis fiel eindeutig zugunsten des Polizisten aus: Auf den dokumentierten Fotos waren keinerlei Trittspuren ersichtlich, die bei dem festen Schuhwerk aber typisch gewesen wären. Außerdem sprach für die Version des Beamten auch die bei dem „Opfer“ festgestellte Schulterverletzung, für welche der Kläger keine plausible Erklärung hatte… Entschädigung gab es deshalb keine, und das Gericht wies die Klage ab. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landessozialgericht Rheinland-Pfalz Urt. v. 09.01.2015, Az. L4VG 5/14

§§ 1 ff. Opferentschädigungsgesetz

Mann, Boxer

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11.03.2015 11:27
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