Vorname: Nennen Sie ihr Kind nicht „Waldmeister“

Sonntag, 30.11.2014 BJ

Was das Bremer Elternpaar dazu gebracht hat, ihrem Kind den Vornamen „Waldmeister“ geben zu wollen, ist unbekannt. Der Name muss es ihnen aber auf jeden Fall so angetan haben, dass sie deshalb sogar vor Gericht gezogen sind.

„Waldmeister“ gilt als wirksames Mottenmittel und wird gerne in der Homöopathie eingesetzt. Zu erwähnen ist auch, dass die Pflanze gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend wirkt. Sogar für Cocktails und Eiscreme wird das Gewächs gerne verwendet. Eigentlich eine tolle Sache, aber muss man deswegen auch gleich sein Kind danach benennen?

„Der Lächerlichkeit preisgegeben“

Die Eltern bestanden auf den Namen, waren aber bereit, ihn „nur“ als Drittnamen zu gebrauchen. Nützte aber alles nichts, denn das Hanseatische Oberlandesgericht Bremen gab dem Standesamt Recht, welches schon zuvor die Eintragung des dritten Vornamens abgelehnt hatte. Das Gericht war nämlich ebenfalls der Meinung, dass das Kind aufgrund des lächerlichen Namens  aller Voraussicht nach irgend einmal darunter leiden wird. Denn Waldmeister sei schlicht und ergreifend kein Vorname, sondern eine Pflanze. Dabei würde es auch keine Rolle spielen, ob es sich um den Erst-, Zweit- oder Drittnamen handele.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Oberlandesgericht Bremen Beschl. v. 20.06.2014, Az. 1 W 19/14

§ 12 BGB

Waldmeister

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Waldmeister ist eine Pflanze und kein Vorname
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30.11.2014 14:03
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