Verkehrsmittel zur Arbeit ist Privatsache

Donnerstag, 17.12.2015 DOD

Ein Handwerker hatte geklagt: Er sollte nach Ansicht seines Arbeitgebers jeden Tag den 35 Kilo schweren Werkzeugkoffer per Bus und Bahn in den Betrieb schleppen, denn das Benutzen des privaten Pkws hatte ihm sein Chef - aus welchen Gründen auch immer - untersagt. Als er sich aber weigerte und weiterhin sein eigenen Auto benutzte, kündigte ihm sei Arbeitgeber…

Chefs können ihre Untergebenen schon drangsalieren. Überstunden verlangen, Urlaube streichen - da gibt es viele Mittel. Doch bei der Wahl des Verkehrsmittels, um an den Arbeitsplatz zu kommen, haben die Arbeitgeber nicht mitzureden. Das hat nun das Amtsgericht Berlin entschieden. Denn der Arbeitsweg ist Privatsache, vor allem für Arbeitnehmer, die schweres Gepäck zu tragen haben. Erst bei der Arbeit müssen Beschäftigte auf ihre Chefs hören. Auf dem Weg dorthin können sie allerdings frei entscheiden, wie sie mobil sein wollen.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 31. Oktober 2014; Az.: 28 Ca 12.594/14

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Verkehrsmittel zur Arbeit ist Privatsache
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17.12.2015 10:40
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