Großer Ausländeranteil in der Schule geht in Ordnung

Dienstag, 05.01.2016 DOD

Drei türkisch- und arabischstämmige Familien haben gegen den Berliner Senat geklagt, weil ihre Kinder die Probezeit an einem Neuköllner Gymnasium nicht bestanden haben. Der Grund: In der Klasse seien zu viele Ausländer gewesen…

Der Hintergrund: Die zwei Jungen und ein Mädchen hatten die Probezeit in der siebten Klasse am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Berlin-Neukölln nicht bestanden. Als Grund für die schlechten Zensuren nannten die Eltern den Anteil der Mitschüler mit Migrationshintergrund in der Klasse. Dieser betrug 63 Prozent. Nur deswegen hätten ihre Kinder so schlecht abgeschnitten. In den Parallelklassen sei der Anteil an Ausländern viel niedriger gewesen und die drei  - wie ihre Mitschüler ebenfalls keine deutschen Muttersprachler - hätten dort viel besser gefördert werden können.

Viele Ausländerkinder sind keine Benachteiligung

Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage jedoch ab: Schüler oder deren Eltern könnten nicht beanspruchen, dass ihre Klassen einen geringen Anteil von Einwandererkindern habe, so die Entscheidung der Richter. Ein hoher Ausländeranteil bringe außerdem keine Benachteiligung der Schüler mit sich. Eltern und Schüler müssten sich also damit abfinden und damit leben.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 26. September 2013; Aktenzeichen: VG 3 K 269.12; VG 3 K 270.12 und VG 3 K 271.13

Klasse mit Migrationshintergrund

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Schule: Keine Benachteiligung durch großen Ausländeranteil
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05.01.2016 16:17
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