Wie lang muss Ihr Passwort sein? Hier der beste Schutz für Smartphone, Tablet und PC:

Donnerstag, 10.12.2015 PK

Na logisch: Passwort drauf, und die Sache ist geritzt. Doch wer sich die Antwort so einfach macht, geht ein hohes Risiko ein. Denn weder eine vierstellige PIN noch ein zu kurzes Passwort hindern Hacker daran, sich Zugriff auf das Gerät zu verschaffen. Ausgerechnet Mathematiker haben jetzt bewiesen, wie man es richtig macht…

Dummerweise bietet eine vierstellige PIN gerade einmal 10.000 Kombinationsmöglichkeiten, ein Gerät zu schützen. Das ist nicht eben üppig, wenn man bedenkt, dass heutige Rechner eine Leistung von vier Milliarden Kalkulationen pro Sekunde bieten. Das Knacken eines vierstelligen Zahlencodes dauert also exakt 10.000 : 4.000.000.000 = 0,0000025 Sekunden. Hätten Sie das erwartet?

Rechnen wir doch einfach mal

Also verbessern wir doch unseren Schutz, indem wir nicht nur Zahlen, sondern auch Buchstaben (große und kleine) und Sonderzeichen (z.B. §, $, %, & usw.) mit einbauen. Aber wir bleiben zunächst einmal bei einem vierstelligen Code. Dann haben wir an jeder Stelle 72 Möglichkeiten. Das ergibt insgesamt  26.873.856. Machen wir den Check von oben noch einmal, dann lässt sich dieser Code in 26.873.856 : 4.000.000.000 = 0,0067 Sekunden knacken – auch nicht viel besser, oder?

Wie lang muss ein Passwort sein?

Wir wollen Sie nicht länger auf die Folter spannen. Ein ziemlich sicherer Code hat mindestens zehn Stellen. Zum Knacken dieser Kombination aus Zahlen und Buchstaben bräuchte ein Hacker nämlich bereits 29,6 Jahre. Was ihn wohl einigermaßen nerven dürfte. Fast aussichtslos ist das Knacken eines Passwortes mit elf Stellen. Die benötigte Zeit dafür: 2.135 Jahre. Das hat doch schon mal was!

Der Code, der nicht zu knacken ist

Wer ganz sicher sein will, wählt ein Passwort, dessen Entschlüsselung 14 Milliarden Jahre dauert. Raten Sie mal, wie lang das sein muss. Richtig geraten: exakt 15-stellig. Zugegeben – es ist ein bisschen nervig, immer wieder das Smartphone oder das Tablet zu entsperren. Wer aber wichtige Informationen darauf gespeichert hat, wird das in Kauf nehmen. Für einen Datendieb ist der Aufwand dann nämlich ungleich höher.

Computer-Hacker

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