Keine Skiausrüstung bei Hartz IV

Montag, 21.12.2015 DOD

Auch wenn es im Moment noch nicht so aussieht: Der nächste Schnee kommt bestimmt. Doch für Ski und Rodel braucht es die richtige Ausrüstung - und die kostet Geld…

Ein 14-jähriger Schüler wollte mit seiner Klasse auf eine Skifreizeit fahren. Deshalb stellten seine Eltern, die für die gesamte Familie Hartz IV erhalten, einen Antrag, da der Staat die Kosten der Reise übernehmen sollte. Das zuständige Jobcenter willigte auch ein und zahlte 540 Euro für die acht Tage dauernde Klassenfahrt ins Skigebiet nach Südtirol.

Brille, Helm und Unterwäsche

Doch bei dem einen Antrag blieb es nicht: Das Jobcenter solle zusätzlich zur Reise noch die Kosten der Skiausrüstung übernehmen. Denn laut der Eltern wäre zudem die Neuanschaffung von einem Skianzug, zweimal Skiunterwäsche, von Skihandschuhen, einem Skihelm und einer Skibrille erforderlich gewesen.

Sozialgericht bremst den jungen Skifahrer aus

Doch dieser Antrag wurde vom Amt abgelehnt. Und das Sozialgericht Berlin stellte sich hinter diese Entscheidung. Begründung: „Utensilien zum Skifahren könne man sich auch durch Ansparen, Ausleihen oder preisgünstig im Gebrauchthandel und Kleinanzeigen besorgen“. Die Elter mussten also selber aktiv werden und diese Dinge besorgen, was sie auch taten: Der 14-Jährige konnte mit seiner Klasse die Reise antreten.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Sozialgericht Berlin, Urteil vom 13. Januar 2015, Az.: S 191 AS 115/15 ER

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